Brauchst du Informationen über psychische Gesundheit im Allgemeinen? Hast du Fragen zum Thema Beratung bei einem·er Psychologen·in? Wir versuchen, die am häufigsten gestellten Fragen zu beantworten!

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FAQ : Psychologische Beratung und psychische Gesundheit
Es ist nicht nur die Abwesenheit von psychischen Störungen. Es ist ein Zustand des körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens. Ein Gleichgewicht, das dir ermöglicht, im Alltag zu funktionieren und dir hilft, das Leben zu bewältigen. Deine mentale Gesundheit kann sich im Laufe deines Lebens verändern. Check unseren Artikel über mentale Gesundheit.
Einer von vier Menschen ist irgendwann in ihrem Leben davon betroffen. Laut einer Studie, leiden in Luxemburg 2019 voraussichtlich 16,5 % der 10- bis 19-Jährigen an einer psychischen Störung.
Depressionen und Angstzustände stehen an erster Stelle. Gefolgt von Essstörungen und bipolaren Störungen.
Zunächst kannst du deinen Hausarzt aufsuchen, um eine erste Meinung zu hören oder dich an die richtige Person verweisen zu lassen. Du kannst dich aber auch direkt en einen Psychologen, Psychiater oder eine Beratungsstelle wenden.
Doctena: Um eine·n Psychologin·en oder Psychiater zu finden und ihre Verfügbarkeiten zu prüfen. Kontaktiere mehrere von ihnen per E-Mail oder Telefon, um sicherzustellen, dass ihr Fachgebiet deinen Bedürfnissen entspricht. Denke auch daran, nach den Preisen zu fragen, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Manche bieten auch Beratungen per Videokonferenz an.
SLP: Verzeichnis der “Société Luxembourgeoise de Psychologie”.
Manche Universitäten bieten einen kostenlosen psychologischen Unterstützungsdienst an. Dies gilt zum Beispiel für die Universität Luxemburg und die Université de Lorraine. Erkundige dich bei deiner Hochschule.
Als Schüler kannst du dich auch an das SePAS deiner Schule wenden.
Zwischen 45 und 90 Minuten. Es kostet zwischen 70 und 140 € und wird nicht von der CNS übernommen. Je nach deiner Krankenversicherung kannst du jedoch eine kleine Kostenübernahme erhalten.
Wenn du in der Nähe der französischen oder belgischen Grenze wohnst, kannst du auch dort einen Psychologen aufsuchen. Die Preise sind niedriger (40-90 €). Wenn du in Frankreich wohnst, werden unter bestimmten Bedingungen 8 Sitzungen pro Jahr zurückerstattet.
Abhängig von deinem Alter und deiner Situation bieten einige Dienste kostenlose Beratungen an.
Das ONE kann unter bestimmten Bedingungen die Kosten für die Betreuung durch Partnerpsychologen für Jugendliche bis 27 Jahre teilweise oder vollständig übernehmen. Dort findest du eine Liste mit kostenlosen Diensten.
Es ist normal, nervös zu sein.
Ziel ist es, herauszufinden, was dich bis hier gebracht hat: was nicht immer leicht zu definieren ist. Aber keine Panik, der·die Psychologe·in wird dich mithilfe von Fragen leiten können. Wenn dir im Moment als Antwort nur “Ich will mich besser fühlen” einfällt, ist das auch in Ordnung. Im Laufe der Zeit wird dies konkreter für dich.
- Deine Bedürfnisse und Erwartungen definieren
- Deine Situation verstehen
- Einen Überblick über dein Leben bekommen
- Eine Vertrauensbasis aufbauen
- Bereite dich darauf vor, viel zu reden
Und nein, du wirst nicht auf einer Couch liegen. Das ist nur für bestimmte, spezielle Therapien vorgesehen. Die Gespräche finden im Sitzen “face-to-face” statt.
- Was hat dazu geführt, dass Sie heute eine Therapie machen möchten?
- Wie sind Sie bisher mit diesen Problemen umgegangen?Was hat sich verändert?
- Haben Sie in der Vergangenheit bereits eine Therapie gemacht ?
- Sind Sie gut in Ihrem engen Umfeld unterstützt? Haben Sie Personen, auf die Sie sich verlassen können und die Sie während der Therapie unterstützen?
- Wie ist Ihre Kindheit verlaufen?
- Was erwarten Sie von der Therapie?
Es hängt alles von der Methode des Psychologen oder der Psychologin ab. Er·sie kann sowohl offene als auch geschlossene Fragen stellen.
Du hast das Recht zu sagen: “Nein, dieser Psychologe passt nicht zu mir”. Du musst dich gehört und sicher fühlen und frei sprechen können. Wenn du die Fachperson wechseln möchtest, ist das deine Entscheidung.
Wenn du dir diese Frage stellst, liegt es vielleicht daran, dass du glaubst, du brauchst Hilfe (vielleicht unbewusst?). Das ist eine sehr persönliche Entscheidung.
Wenn du dich in mehreren der folgenden Aussagen wiedererkennst, solltest du darüber nachdenken, mit jemandem darüber zu sprechen:
- Müder oder deprimierter als sonst und über einen Zeitraum von mehreren Wochen.
- Verlust des Selbstvertrauens
- Selbstmordgedanken
- Schlaflosigkeit
- Verlust oder Zunahme des Appetits
- Verlust des Interesses an Dingen, die du sonst gerne tust
- Anhaltendes Angstgefühl
- Du kannst keine sozialen Bindungen mehr aufrechterhalten, gehst nicht mehr aus dem Haus, sprichst nicht mehr mit deinen Freunden und isolierst dich immer mehr.
- Verlust oder Zunahme des Appetits
- Verlust an Interesse an Dingen, die du sonst gerne tust
- Anhaltendes Angstgefühl
- Du kannst keine sozialen Bindungen mehr aufrechterhalten, gehst nicht mehr aus dem Haus, sprichst nicht mehr mit deinen Freunden und isolierst dich immer mehr.
- Du hast ein traumatisches Ereignis erlebt
- Du hast versucht, dich selbst aus deiner Situation zu befreien, aber du schaffst es nicht alleine
Sobald man über Emotionen spricht, fühlen Menschen sich eher unwohl, da es sich um ein sehr intimes Thema handelt. Die Gründe dafür können vielfältig sein: Stigmatisierung, Angst vor Verurteilung, Angst, nicht die richtigen Worte zu finden, Angst, eine starke Emotion zu “provozieren”, Ignoranz, Generationsunterschiede…
- Sprich zuerst mit einer Person, der du vertraust oder mit der du dich wohlfühlst (Freund·in, Familie, Arzt·Ärztin)
- Lass dir Zeit! Du musst nicht sofort alles auspacken, gehe in deinem Tempo.Mache eine Liste von dem, was du fühlst oder was du sagen möchtest.
- Die Person ist nicht in deinem Kopf und kann nicht erraten, was du fühlst oder denkst. Es liegt an dir, deine Bedürfnisse oder deinen Wunsch auszudrücken.
- Versuche es mit Standardsätzen:
“Was denkst du über psychische Gesundheit?”
“Ich fühle mich in letzter Zeit nicht so fit, unmotiviert, müde…. Geht es dir manchmal auch so?”
- Lass dich von “Role model” inspirieren:
Wusstest du, dass (Name eines Promis einsetzen) an einer bipolaren Störung leidet? Ich habe das Gefühl, dass ich mich in dem, was sie sagt, wiedererkenne. Schau dir das Video an? Findest du nicht, dass wir uns ähnlich sind?
Hast du das Musikvideo “L’enfer” von Stromae gesehen? Er spricht über psychische Gesundheit. Das hat mich sehr berührt.
Vergiss nicht, dass du nicht allein bist. Wenn es um psychische Gesundheit geht, kann jeder betroffen sein. Es spielt keine Rolle, welchen sozialen Status oder welches Geschlecht du hast. Hinter den Erscheinungen verbirgt sich manchmal ein echtes Leiden.
Der belgische Künstler Stromae hat diese Botschaft mit seinem Lied “L’enfer” sehr gut vermittelt.




